Stress lass nach!

  • Lesezeit: 8 min.
  • Share

«Ich bin total im Stress.» Dieser Satz ist so alltäglich geworden, dass er kaum noch auffällt. Dabei ist chronischer Stress alles andere als normal. Er schadet dem Körper, belastet die Psyche und kostet die Schweizer Wirtschaft jedes Jahr Milliarden. Wie konnte es so weit kommen?

Es ist Dienstagabend, halb sieben. Der Laptop ist noch offen, die Kinder quengeln, das Abendessen muss warten, im Bad türmen sich die Wäscheberge und im Hinterkopf die Aufgaben des nächsten Tages. Viele kennen solche Situationen. Irgendwo zwischen Arbeit, Familie, Freizeit und dem permanenten Rauschen der digitalen Welt hat sich ein Gefühl festgesetzt, das längst zu einem ständigen Begleiter geworden ist: Stress. Doch ist der allgegenwärtige Stress bloss eine modische Klagekategorie, oder steckt tatsächlich mehr dahinter?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Wie verbreitet Stress heute ist, zeigen aktuelle Studien. Gemäss dem «Barometer Gute Arbeit» von Travail.Suisse aus dem Jahr 2025 leiden 42,4 Prozent der Arbeitnehmenden in der Schweiz häufig unter Stress, und 41,1 Prozent fühlen sich nach einem Arbeitstag oft emotional erschöpft. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass Überlastung keine Ausnahme mehr ist, sondern für viele Arbeitnehmende zum Alltag gehört. Dabei ist Stress nicht nur ein persönliches Problem, sondern auch ein volkswirtschaftliches. Arbeitsbedingter Stress kostet die Schweizer Wirtschaft infolge von Absenzen, Produktionsausfällen und Behandlungskosten jedes Jahr rund 7,6 Milliarden Franken.

Dass Stress zunimmt, lässt sich auch über die Zeit belegen. So zeigt der Job-Stress-Index, den Gesundheitsförderung Schweiz gemeinsam mit der Universität Bern und der ZHAW erhebt, dass das Stressniveau in den vergangenen Jahren deutlich höher war als noch 2014 und 2016.

Vom Ausnahme- zum Dauerzustand

Früher waren Stresssituationen meist klar begrenzt, etwa auf eine akute Bedrohung, eine herausfordernde Situation oder eine wichtige Entscheidung. Danach folgte eine Phase der Erholung. Der Körper kam zur Ruhe, das System konnte sich wieder stabilisieren. Genau dafür ist Stress ursprünglich gedacht. Als kurzfristiger Schutzmechanismus, nicht als Dauerzustand. Heute erleben viele Menschen ein permanentes Grundrauschen aus Anforderungen. Kein dramatischer Alarm, sondern eine anhaltende innere Anspannung, die selten ganz verschwindet. Mehrere Entwicklungen tragen dazu bei:

Digitale Dauerpräsenz
E-Mails, Messenger und soziale Medien sorgen dafür, dass Informationen rund um die Uhr verfügbar sind und häufig auch sofortige Reaktionen erwartet werden. Das Handy ist oft das Erste, was morgens in die Hand genommen wird, und das Letzte, das abends noch eingeschaltet ist.

Informationsflut
Noch nie standen so viele Inhalte gleichzeitig zur Verfügung. Jede Nachricht, jede Meldung fordert Aufmerksamkeit. Was früher gefiltert ankam, prasselt heute ungefiltert auf uns ein.

Entgrenzung der Arbeit
Die Trennung zwischen Beruf und Privatleben ist für viele Menschen porös geworden. Wer von zu Hause arbeitet, weiss oft nicht mehr genau, wann der Arbeitstag endet.

Wachsende Leistungsansprüche
Viele Menschen haben das Gefühl, gleichzeitig in mehreren Lebensbereichen bestehen zu müssen: im Beruf, im Privatleben, im sozialen Umfeld.

Welt im Dauerkrisenmodus
Klimawandel, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheit prägen das Gefühl einer permanenten Krise. Das kann belastend sein, auch wenn man persönlich nicht direkt betroffen ist.

Diese Entwicklungen bilden den Hintergrund. Doch was die Menschen im Alltag tatsächlich als Stress erleben, ist nochmals eine andere Geschichte.

Was uns wirklich stresst

Aktuelle Untersuchungen zeichnen ein relativ klares Bild zu den Stressoren. Besonders häufig genannt werden Leistungsdruck, Zeitknappheit und Sorgen um die eigene Zukunft. So zeigt etwa die aktuelle Jugendstudie von Pro Juventute, dass Schul- und Ausbildungsstress, allgemeiner Leistungsdruck und Zukunftsangst zu den stärksten Belastungen gehören.

Auch bei Erwachsenen zeigen Studien ähnliche Muster. Zeitdruck im Beruf, hohe Anforderungen und das steigende Arbeitstempo gehören zu den häufigsten Stressfaktoren. Gleichzeitig berichten viele Befragte, dass ihnen klare Erholungsphasen fehlen.

Anderer Umgang mit Stress

Doch ist die Gesellschaft wirklich stärker gestresst als früher? Die Antwort ist weniger eindeutig, als man vermuten würde. Was sich verändert hat, ist weniger die Summe der Belastungen als die Art, wie wir mit ihnen umgehen. Die fehlende Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit, das permanente Vergleichen in sozialen Netzwerken und der Rückgang echter Ruhephasen sind die eigentlichen Treiber des modernen Stressgefühls. Hinzu kommt, dass Stress heute auch ein soziales Statussymbol ist. Wer keine Zeit hat, gilt als gefragt. Wer viel arbeitet, als wichtig. Diese impliziten Botschaften verstärken den Kreislauf und erschweren es, rechtzeitig innezuhalten.

Was im Körper passiert

So modern sich das Problem anfühlt: Stress selbst ist alles andere als neu. Biologisch betrachtet, handelt es sich um einen uralten Schutzmechanismus. Sobald das Gehirn eine Herausforderung erkennt, aktiviert der Körper ein Alarmprogramm. Stresshormone werden ausgeschüttet, Puls und Atemfrequenz steigen, die Aufmerksamkeit fokussiert sich. Evolutionsbiologisch war diese Reaktion entscheidend, um schnell auf Gefahren reagieren zu können.

Kurzfristiger Stress kann deshalb sogar hilfreich sein. Er macht wach, konzentriert und leistungsfähig. Ohne diesen Mechanismus wären viele anspruchsvolle Situationen deutlich schwieriger zu bewältigen. Das Problem entsteht erst, wenn die Aktivierungsphase nicht mehr endet.

Was sich ändern lässt

Die gute Nachricht ist, dass wir im Umgang mit Stress vieles selbst beeinflussen können. Körperliche Bewegung gehört dabei zu den wirksamsten Mitteln. Nicht als Hochleistungssport, sondern als regelmässige Bewegung im Alltag. Bereits ein 20-minütiger Spaziergang in der Natur kann den Cortisolspiegel messbar senken. Schlaf, soziale Einbindung und das bewusste Setzen von Grenzen – auch gegenüber digitalen Geräten – sind weitere Schutzfaktoren, die Forschende immer wieder bestätigen. Wer zusätzlich seine psychologische Resilienz stärkt, kann Belastungen noch besser abfedern. Dazu eignen sich zum Beispiel Atemübungen, gezielte Entspannungstechniken oder das bewusste Üben, Nein zu sagen.

Wer merkt, dass Stress zur Dauerbelastung wird, sollte zudem ärztlichen Rat suchen. Manchmal können auch gezielte Massnahmen zur Nährstoffversorgung sinnvoll sein. Das Wichtigste aber bleibt, Stress ernst zu nehmen. Als Signal des Körpers, das gehört werden will.

Energie und Nerven im Gleichgewicht

In Phasen erhöhter Belastung kann es sinnvoll sein, den Körper gezielt zu unterstützen. Mikronährstoffe wie B-Vitamine – darunter Folsäure (Vitamin B9) – sowie Magnesium tragen zur normalen Funktion des Nervensystems, zum Energiestoffwechsel und zur psychischen Funktion bei.

Burgerstein B-Strong kombiniert alle acht B-Vitamine mit Magnesium und ergänzt die Rezeptur mit Ashwagandha – einer Pflanze, die traditionell in anspruchsvollen Zeiten eingesetzt wird.

Die ausgewogene Zusammensetzung eignet sich besonders in solchen Phasen und kann dazu beitragen, die innere Balance zu unterstützen.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

Weitere Artikel